Praxis für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Hyaluronsäure

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Die Gelenke unseres Körpers werden von einer Gelenkkapseln umhüllt. Die Innenschicht (Synovia) der Gelenkkapsel produziert die für die Ernährung des Knorpels die wichtige Gelenkflüssigkeit. Hierbei ist die richtige Menge und Zusammensetzung der Gelenkflüssigkeit für die Schmierung der Gelenke von großer Bedeutung um auch die Reibung der Knorpeloberflächen bei der Bewegung zu minimieren. In den Gelenken verleiht die Hyaluronsäure der Gelenkflüssigkeit ihre visköse Konsistenz und sorgt damit für eine gute Gleitfähigkeit.

Bei einer Arthrose ist die Zusammensetzung der Gelenkflüssigkeit gestört und es entsteht minderwertige Gelenkflüssigkeit. Dadurch verliert sie zum Teil ihre positiven Eigenschaften. Schmierung und Stoßdämpfung sind nicht mehr ausreichend. Die Knorpeloberfläche ist nicht mehr ausreichend vor Verschleiß geschützt und nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Der Gelenkknorpel wird allmählich abgerieben und verliert seine Elastizität. Als Folge wird der Knorpel weniger belastbar und erfüllt nicht mehr im vollen Umfang seine Schutzfunktion für die darunter liegenden Knochenstrukturen.

Es gibt deshalb die Möglichkeit in Abhängigkeit der Arthrosesituation synthetisch hergestellte Hyaluronsäure in den Gelenkraum zu injizieren, um die schmierende und schützende Wirkung der Gelenkschmiere zu verbessern. Die Hyaluronsäure wird in der Regel 1-3 in Abstand von einer Woche in das betroffene Gelenk injiziert. Die Hyaluronsäure kann den Gelenkverschleiß und die Bescherden reduzieren, jedoch nicht die Arthrose heilen. Es wird deshalb empfohlen die Hyalurongaben bei erfolgreicher Behandlung alle 6-12 Monate zu wiederholen.

Die Injektion wird in unserer Praxis unter sterilen Bedingungen durchgeführt und ist kaum schmerzhaft.